Die Theorie hinter der Behandlung chronischer Erkrankungen und vieler anderer Probleme

 

Maßnahmen für eine erfolgreiche Behandlung:

1. das Nervensystem beruhigen

2. graduelle Exposition (Baby-Schritte zurück ins Leben)

3. unterdrückte Emotionen, Traumata heilen, unbewusste Gedanken und Muster aufdecken, durchbrechen und modifizieren

 

Gesellschaftliches Problem:

Wir lernen nicht, unsere Emotionen zu lesen und einzuordnen, weil wir sie sofort unterdrücken, wenn sie hochkommen. („Ich kann nicht aushalten x,y zu fühlen.“)

Wir werden so erzogen, dass wir uns von den Bedürfnissen unseres Körpers/ unserer Seele abkoppeln, um den Bedürfnissen anderer (Eltern, Gesellschaft, etc.) zu dienen und zu entsprechen.

Wir koppeln uns nach und nach von uns selbst ab: von unserem Körper, unseren Gefühlen und unseren eigenen Bedürfnissen.

Wir lernen abgetrennt und nicht nachhaltig mit unseren eigenen Ressourcen umzugehen und zu leben, denn Verbundenheit mit anderen wird vom Gehirn als viel wichtiger eingestuft als Authentizität, da wir – vor allem als Kinder – abhängig von unseren Eltern, Großeltern und anderen Bezugspersonen sind und nur so überleben können.

So entwickeln wir dann ungesunde Muster wie ständig die Erwartungen anderer erfüllen zu wollen (People Pleaser), (Over Achiever), oder wir kümmern uns aufopfernd um andere.

 

Die Folgen:

Je größer der Raubbau mit unseren eigenen Ressourcen und unserer eigenen Lebenskraft ist, je größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir irgendwann vollständig zusammenbrechen.

Man hat erforscht, dass die Gewohnheit, Gefühle zu unterdrücken, unser Nervensystem um ein Vielfaches mehr erschöpft, als diese Gefühle zu verarbeiten.

Unser Gehirn kommuniziert mit uns über Emotionen und Symptome. Je mehr wir diese ignorieren, desto mehr entkoppeln wir uns, und unser Gehirn muss sich immer mehr anstrengen, um seine Botschaften zu übermitteln (noch mehr negative Gefühle und noch mehr Symptome).

 

Die Biologie dahinter:

Wir wissen heute, dass alle Körpersysteme miteinander kommunizieren.

Wenn das Immunsystem dem Gehirn meldet, dass Gefahr beispielsweise durch eine Virusinfektion besteht, erschafft das Gehirn Symptome wie Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit und Schmerzen, um uns dazu zu zwingen, dass wir uns ausruhen.

Das Gehirn kann solche Symptome aber auch senden, weil das Nervensystem komplett überlastet ist. Es wählt dann klugerweise das Symptom, was uns erfahrungsgemäß am besten stoppt oder uns am meisten schmerzt. Durch vorangegangene körperliche Erkrankungen wurde es auf diese Idee gebracht. Wir nennen das „Sickness-Response“, zu deutsch: „Krankheits-Reaktion“.

 

Ein vorhersagbarer Prozess:

Der wichtigste Job unseres Gehirns ist, unseren Körper im Gleichgewicht zu halten.

Unser Gehirn erstellt von Geburt an Konzepte über die Welt und das Leben. Alle Erfahrungen, die wir machen, sind in diesen Konzepten verankert, aber auch durch diese bedingt. Alles, was wir sehen und erleben, filtern wir auf der Basis dieser Vorlagen.

Normalerweise reagiert unser Gehirn sehr flexibel, aber wenn es entscheidet, dass eine Situation gefährlich ist oder das Maß voll ist, entscheidet es sich für eine hundertprozentige Gefahrenabwehr, auch, wenn es sich nur um eine Fehlinterpretation handelt.

Oft stellen ein Virus, ein Unfall oder eine Trennung, etc. den berühmten letzten Tropfen dar, der das Fass überlaufen lässt.

Wenn das Gehirn nicht mehr kann, geht es in den Shut Down, nach dem Prinzip: „Vorsicht ist besser als Nachsicht.“ Die zentrale Botschaft lautet jetzt: „Sorry, aber ich vertraue dir nicht mehr.“ Jeder Versuch, den wir unternehmen, am Leben teilzunehmen, wird als Gefahr interpretiert und mit heftigsten Symptomen und/oder Ängsten „bestraft“, obwohl das Gehirn uns nicht bestrafen, sondern beschützen will.